Die nächsten 9 Monate werde ich in Südafrika, etwa eine Stunde von Kapstadt entfernt, verbringen.

Auf mich warten jede Menge unbekanntes, spannendes, interessantes und kurioses...

 

Wer Lust hat kann mich auf dieser Reise begleiten- meine Erfahrungen teilen, Fotos bewundern und mit mir lernen!

 

                                                        Viel Spaß!!!

Hier werde ich meinen Freiwilligendienst absolvieren!!!

Hier bei der unteren Markierung wohne ich nun in meiner neuen Gastfamilie! Die obere Markierung zeigt das Städtchen Mamre wo ich die ersten 2 Wochen verbracht habe...

Do

08

Mär

2012

There are many Cape Towns in Cape Town


Kapstadt ist eine so vielseitige und interessante Stadt. Es ist unglaublich wie viele Lebensmodelle und -Style, Kulturen, Religionen hier miteinander, nebeneinander existieren.

Muslime, Christen, Xhosa, Rastafari…so viele verschiedene Wege zu leben.


Meine Gastfamilie bewegt sich hier eher in der gehobenen Mittelschicht, so bekomme ich diesen Blickwinkel Kapstadts sehr genau mit. Die Kinder und Jugendlichen wachsen hier sehr behütet und beschützt auf- vieles des sozialen Lebens spielt sich innerhalb der eigenen oder befreundeten Wände ab. Selbst Kontakt zu den direkten Nachbarn ist nicht immer erwünscht- allerdings auch kaum möglich da sich hier jeder hinter riesigen Mauern, Zäunen und jeder Menge Stacheldraht oder Elektrozaun verschanzt! Diese vielen Security Maßnahmen von Alarmanlage bis private Aufpasser erschrecken mich immer wieder. Überall sieht man immer nur Wände!


Dann gibt es noch die Highclass. Unglaublich hübsche und reiche Menschen mit riesigen Häusern direkt am Strand oder mit Blick darauf, den geliebten Tafelberg oder Lionshead. Die fahren in dicken Autos umher und kaufen ihr Gemüse in unglaublich schick designten Supermärkten mit elektronischen Preisschildern, genießen Austern und Champagner und feiern in den angesagtesten Clubs und Bars.
In Cape Town wird jede Menge Geld und aufstrebendes Business jeglicher Art betrieben.

Die Stadt pulsiert und das Land ist im Aufbruch. So viele  Menschen mit kreativen, innovativen Ideen und Potential das Land voranzutreiben.



Auf der anderen Seite gibt es riesige Townships, in denen nicht einmal die sanitäre Versorgung einem annähernd hygienischen oder gar europäischen Standard nahe kommt. Kinder spielen mit Steinen und leeren Plastikflaschen mit dreckigen Straßenhunden. Bis zu 8 Menschen teilen sich wenige Quadratmeter mit Metalwänden drumherum…
Und auch in den Townships gibt es große Unterschiede! Es gibt schwarze Xhosa Viertel, aber auch colored Areas oder Zuwanderer aus den benachbarten Ländern.
Zambia, Zimbabwe, Kongo, Somalia… Natürlich gibt es Gegenden in denen ich, besonders alleine nicht wirklich etwas zu suchen habe, aber ich habe schon einige der Menschen in aus den verschieden Townships und Kulturen kennenlernen dürfen. Und ich bin jedes Mal positiv überrascht worden.


Allgemein erlebe ich Südafrika als unglaublich offen, interessiert und freundlich. Die Menschen haben immer ein Lächeln füreinander übrig und kein Gespräch und keine Begegnung läuft ohne dass man sich gegenseitig nach dem Befinden erkundigt.
Besonders in den Townships wurde ich immer überschwänglich empfangen, in fremde Häuser eingeladen und mit Fragen über meine Kultur und mein Leben überschüttet. Auch ich stelle immer wieder unglaublich viele Fragen…

 

 

Vor zwei Wochen z.B war habe ich in Namibia ein Himbadorf besucht und dort mit den Frauen über ihre Familienstruktur und die Einstellung zu Beziehungen  gesprochen. Die 25 Frauen dieses Dorfes teilen sich tatsächlich 6 Männer! Die jungen Frauen mit denen ich mich unterhalten habe waren sichtlich amüsiert darüber wie wenig ich das verstehen konnte. „We´re friends, we can share everything!“- Eine Einstellung die bei uns Europäern  eher nicht soooo weit reicht.


Viele spannende Gespräche und Eindrücke habe ich auch immer wieder in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Richtig gerne mag ich die Idee des Minibus- Taxis. Das sind Kleinbusse, also mit in Deutschland max. 8-9 Sitzplätzen, in die hier bis zu 20 (!) Leute passen. Das sitzt man schnell so dicht beeinander, dass man miteinander reden muss. Bei soviel Körperkontakt fragt man wenigsten wies dem anderen geht, redet kurz übers Wetter oder auch immer gerne über die tolle Stadt und ihren Berg.
In den Minibussen treffen sich die Mittel und die Unterschicht und viele verschiedenen Kulturkreise. Eine Fahrt kostet 5- 7 ZAR und man kann jederzeit ein oder auch wieder aussteigen wenn man denn laut genug „Stopp“ schreit...

Ich liebe die Fahrten mit dem Minibus!!!


Kapstadt hat also viele verschiedene Gesichter, viele verschiedene Blickwinkel aus denen alle stolz auf ihre Stadt sind! Leider wissen die verschieneden Seiten kaum von einander und sind auch erschreckend wenig an den anderen interessiert.

 

Ich mag alle verschiedenen Facetten dieser Stadt und grade die Mischung macht für mich diesen so ganz besonderen Reiz aus!

 

…naja gut und der immer blaue Himmel mit der strahlenden Sonne, das Meer, die Berge…

 

schon schön hier!!!

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Mo

16

Jan

2012

Township...Erlebnisse in Guguletu

Am Wochenende hatte ich mich mit einigen Couchsurfern

(Reise- Gemeinschaft im Internet) für einen Besuch in Guguletu verabretet. Guguletu ist ein sehr bekanntes Township direkt in Kapstadt und die Bewohner sind fast ausschließlich Xhosa. Mitten in diesem Township gibt es das Mzoli´s. Hier gibt es unglaublich frisches Fleisch, welches einem dann perfekt gegrillt wird. Dazu gibt es Pap (eine Art ungewürtzen Griesbrei) und Chakalaka. Außerdem steigt hier auch ab etwa 6 jeden Tag, besonders am Wochenende, eine riesige Party. Die Dj´s legten schon um 3 auf und die ersten begannen zu tanzen.

Das Mzoli´s zieht auch immer mehr Menschen von außerhalb in das „gefährliche“ Township. Auch die ersten Touristen trauen sich so langsam…

Nachdem wir uns im Nachbarhaus mit eiskaltem Bier und Hunters (Cidre) eingedeckt teilten wir brüderlich Massenweise Fleisch aus einer Riesigen Plastik Wanne, mit etwa 20 Couchsurfern aus der ganzen Welt.

 

Mit einer kleineren Gruppe besuchte ich später eine Gruppe von Kindern denen wir Straßenmalkreide, Malbücher, Bälle und Süßigkeiten mitgebracht hatten. Die Kinder waren bereits sehr aufgeregt- extra für uns hatten sie auf die schnelle eine Choreographie einstudiert!

Sie sangen und tanzten für uns und anschlißend spielten wir gemeinsam verschiedene Spiele…mal wurde uns was beigebracht…oder wir glänzten mit Pädagogenspielchen aus aller Welt.

Nach einem sehr schönen Nachmittag zwischen Müll, Gerümpel, Hunden und Kinderlachen wollten wir eigentlich nur noch kurz ein wenig die Straße entlang laufen bevor wir ein Minitaxi zurück suchen wollten…aber es kam doch etwas anders…

Auf der Straße wurden wir überall mit lauten Rufen, Winken und Lächeln gegrüßt. Nach etwa 5 Minuten auf der Straße wurden wir auch schon von einem älteren Herrn (halb Albino) der vor seinem Häuschen saß auf einen Drink eingeladen. Er stellte uns sofort seine Söhne, und die gesamte Nachbarschaft vor und alle begrüßten und herzlich!

So eine Gastfreundschaft habe ich vorher noch nirgendwo so erlebt…

Seine Söhne sind übrigens alle professionelle Marimbaspieler (in der Schule hieß das früher Holzxylophon) die an den Wochenenden oft in Restaurants oder anderen Touristenhotspots auftreten.

Nach kurzer Zeit wurden wir in ein anderes Haus geholt. Hier wurde in einem separaten Zimmer grade das Ende des Männlichkeitsrituals gefeiert.

Die jungen Xhosamänner müssen um als Mann anerkannt zu werden für eine bestimmte Zeit (bis zu 3 Monaten) alleine in den Bergen oder im Busch überleben und werden im nach bestimmten Regeln beschnitten. Nach dieser Tortour kommen sie zurück und dürfen als Zeichen ihrer neuen männlichkeit nun rot-braune Farbe in Gesicht und an den Händen tragen. Dies soll vorallem den Frauen ihre Heiratsfähigkeit vermitteln…

 

Genau auf einer solchen Feier, auf der die ganze Gemeinschaft die neue Männlichkeit zweier ihrer Söhne feiert, waren wir also gelandet. Normalerweise feiern hier Männer und Frauen sehr streng voneinander getrennt, da dieses Ereignis auch eher ne Männersache ist.

Aber ich wurde in den Raum gebeten und nach einer „Prüfung“, also einem kurzen Gespräch mit einem älteren Mann und den „neuen Männern“, wurde beschlossen dass ich, da ich ihnen Respekt entgegengebracht hatte, bleiben durfte. Insgesamt wurde sehr viel von Respekt gesprochen.

Ich glaube unsere Gastgeber waren ähnlich stolz auf unser Interesse, wie wir darauf waren ihre Gäste sein zu dürfen.

Aufeinmal war die strenge Xhosa Tradition sehr multikulturell…ein riesiger Schwede ohne Schuhe (warum hat der weiße Mann keine Schuhe? Hat er kein Geld?), ein Weltenbummler (keine Ahnung wo Roger ursprünglich herkommt), ein Amerikaner der aussah wie ein Japaner und dann auch noch ne Frau aus Deutschland!!! Aufregend für alle Seiten…

 

An diesem Abend habe ich gelernt afrikanisches Bier (ich weiß nicht was drin ist und ich wills glaub ich auch gar nicht wissen) zu trinken. Das eher säuerlich, weißliche (und widerlich schmeckende) Getränk wird aus einem großen Metalleimer getrunken und das immer nur zu zweit. Kniet sich jemand mit diesem Eimer vor einen hin ist das eine Aufforderung zum gemeinsamen Trinken. Ablehnen geht nicht…das würde als große Beleidigung aufgefasst! Nun trinkt er von der einen Seite des Eimers um zu beweisen, das kein Gift im Eimer ist und reicht mir dann die andere Seite zum trinken. Danach sage ich ein Wort das ich natürlich vergessen habe, aber es bedeutet soviel wie „Da ist kein Schatten nur Licht“. Zwischendurch gab es wohl noch Ärger zwischen den Männern wegen uns, aber einer der anerkannteren Männer hat eine lange Ansprache gehalten (es klang sehr böse und bestimmt) und danach wurde mir erklärt, dass wir jetzt zur Familie gehören. Ich habe jetzt also eine Menge neuer Brüder!!! Wir wurden gebeten möglichst viele Fotos zu machen und allen zu erzählen, dass niemand uns töten wollte (ja, das war der Wortlaut) „Post it on Facebook! You must post it on Facebook!“ Leider sind die meisten meiner Bilder nichts geworden (zum Ende hatte meist einer der älteren Männer die Kamera, die völlig begeistert von der Technik waren aber leider nicht still halten konnten…) aber vielleicht bekomme ich noch von einem der anderen bessere Bilder… Seit Samstag habe ich auch einen Xhosa Namen: Wamkelekile (immer Willkommen zurück zu kommen) Es war aufregend und spannend und ich bin sehr stolz diese Erfahrung gemacht haben zu dürfen!!!

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Sa

07

Jan

2012

Dezember ...

 

Roadtrip entlang der Gardenroute , Weihnachten auf afrikanisch und Silvester in Cape Town…


Mitte Dezember war ich endlich ein wenig auf reisen!

Dieses Land ist der absolute Hammer- hier gibt es Orte…und Strände…und Walder… PARADIES!!!

Zu 5. Hatten wir uns einen kleinen Nissan Micra gemietet und uns auf den Weg gemacht. Von Kapstadt aus in Richtung Port Elizabeth, immer an der Küste entlang…

In Oudshoorn sind wir durch die Cangoo Caves geklettert (riesige Tropfsteinhöhlen mit atemberaubenden Hallen und winzigen Schächten zum durchschlängeln), in Wilderness war ich schon vorm Frühstück im Indischen Ozean schwimmen und habe dann vom Frühstückstisch aus Delphine beobachten können. In Knysna haben wir einen Strandtag am Buffelsbeach eingelegt, im Tsitsikama Nationalpark sind wir durch tiefsten Dschungel an Steilklippen entlang gewandert (4 Stunden immer wieder hoch und runter, über Steine und unter Bäumen unterdurch…ich sags euch ich wird hier noch sportlich). Dann haben wir zwei Tage in Stormsriver einem kleinen Ort im Tsitsikama Nationalpark, in dem wohl coolsten Backpacker überhaupt (Dijembe) verbracht. Von hier aus waren wir Tuben (man sitzt mit Neoprenanzug ausgestattet, in einem riesigen Schwimmreifen und lässt sich einen wilden Fluss entlang durch Stromschnellen treiben und springt von Klippen ruter) was sehr viel Spaß gemacht hat!!!

Und ich war reiten…durch den Wald!!! (mir tat danach tagelang der Hintern weh- und ich denke dem Pferd wohl der Rücken ).

Von Stormsriver aus ging es dann fast bis nach Port Elizabeth, wo wir uns ein einsames Häuschen am Rande des Addo Elefanten Parks gemietet haben. Mitten im nirgendwo, weit und breit keine Menschen…und dann war auch noch der Strom fast alle, sodass im ganzen Haus leider nur eine Glühbirne und das auch nur ein bißchen, funktionierte. Sehr spannend…und auch ein bißchen gruselig…

 

Im Addo Elefanten Park (einem riesigen Naturreservat in dem fast alle „typischen“ Tiere Afrikas in freier Wildbahn leben) haben wir dann einen Gamedrive mitgemacht und sind danach den kompletten Tag mit unserer kleinen Kutsche durch den Park gegurkt.

Wir haben jede Menge Elefanten gesehen, kämpfende und sich wütend anbrüllende am Wasserloch, ganze Herden in den verschiedensten größen und mamfende, riesige, männliche Einzelgänger im ganzen Park. Außerdem gab es Zebras die einfach so am Wegrand standen, die verschiedensten Antilopen (mit Babys), Shakarle, riesige und winzige Schilkröten und Warzenschweine! Die haben es mir echt angetan. Die sind sehr viel schlanker und kleiner als man sie sich (dank Pumba) vorstellt und sehen unglaublich lustig aus wenn sie auf ihren kurzen Beinen anfangen zu rennen…außerdem haben sie ne echt geile Frisur!!!

Vom Addopark aus ging es dann leider wieder Richtung Kappstadt und Alltag… in Jeffreys Bay (Surfer Paradies, toller Strand und jede Menge hübscher Menschen) haben wir noch ne kleine Pause eingelegt um einen unserer Mitreisenden dort abzuladen, der von dort aus weiter Richtung Johannesburg traveln wollte. (Er ist da auch gut angekommen und mittlerweile wieder in Deutschland) Wir allerdings mussten leider weiter…


Diese paar Tage waren so unglaublich schön und aufregend…jeden Abend Lagerfeuer, Sternenhimmel, das ein oder andere Hunters…   schade dass schöne Sachen immer so schnell vorbei sind…

 

mehr Bilder vom Paradies

 

 

Wieder in der Gastfamilie angekommen ging es auch schon ziemlich merklich auch Weihnachten zu.

Das wird hier dummerweise erst am 25.12. wirklich gefeiert…

aber weil wir eine richtig tolle Gastfamile haben, gab es für uns deutsche Weihnachten am 24.

Tatjana und ich haben Sauerkraut und Bockwürtchen mit warmem Kartoffelsalat aufgetischt und danach gab es Champagner unterm Weihnachtsbaum.

Am 25. sind wir dann morgens mit der Familie in den Gottesdienst in einer Baptistischen Gemeinde gefahren. Hier wurde viel geklatscht und richtig gesungen! Nicht so verhalten wie man das aus deutschen Kirchen oft gewohnt ist… nach der Kirche sind wir in ein Hotel gefahren wo wir einen Tisch für das Weihnachtsbuffet reserviert hatten. Es gab einfach alles und noch etwas mehr was man sich so vorstellen könnte…. lekker!!!

Von hier aus ging es dann auf zu einem wahrhaftigen Besuchs -Marathon. Von einem Haus zum nächsten um auch wirklich alle Familenmitglieder und Freunde besucht zu haben…

Der Abend endetet dann bei Freunden der Familie und deren gesamter Familie (also etwa 30 Menschen) mit viel Alkohol und sogar richtigem tanzen in der Garage…

Familienfeste sind hier oft richtige Partys bei denen am Ende eigentlich immer alle betrunken sind und groß und klein zusammen tanzen!


Am nächsten Tag konnten wir uns dann auch kaum bewegen…und wir haben einen sehr gemütlichen Sofa- Filme- Tag mit der ganzen Familie eingelegt…


Und dann kam auch schon Silvester… irgendwie kommt dieser Tag ja, ähnlich wie Weihnachten, immer völlig plötzlich und unerwartet!

Also falls es nochmal jemand versuchen möchte…einen Tag vor Silvester bekommt man KEIN Bett mehr in einem Hostel auf der Longstreet- man wird am Telefon sogar noch ausgelacht…

Für den Abend hatten wir uns mit Freiwilligen und Couchsurfern aus aller Welt auf der Longstreet in einer Bar verabredet. Später landeten wir dann auf einer Openair- Bakanogy – Party mit verkleiden und stundenlangem Tanzen unter freiem Himmel im Sand…

Das war aufjedenfall das abgefahrenste Silvester, mit der schrägsten Kombination von Menschen und der coolsten Location das ich bis jetzt erlebt habe! Es hat richtig viel Spaß gemacht und ich war so richtig dreckig nach dem ganzen Getanze im Staub und Sand!!!


Das neue Jahr hat mich also auch weit weg von zuhause und all meinen Lieben sehr gut begrüßt.


2012! Mal sehn was noch alles so kommt!!!

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Fr

09

Dez

2011

3 Monate Südafrika - was mach ich hier eigentlich?!?

Mittlerweile hat sich der Alltag eingeschlichen…ich gehe jeden Tag bis 4 Uhr zur Arbeit, dann noch ins Fitnesscenter um die Ecke um mir die Zeit zu vertreiben, abends wird dann lekker mit der Familie gegessen und dann geht’s auch schon bald wieder von vorne los.

Meine Arbeit in dem Kinderheim ist aus pädagogischer Sicht eher ernüchternd und erfüllt mich nicht wirklich…

Zur zeit leben 14 Kinder im alter zwischen 1 und 8 Jahren bei uns. Die großen gehen vormittags in die Schule aber die kleineren (4-6 Jahre) verlassen so gut wie nie das Haus und dürfen auch nur sehr begrenzt im Garten spielen. Allgemein gibt es unheimlich viele Verbote und kaum Freiräume zur individuellen Entwicklung…

Ich selber verbringe einen Großteil meines Tages mit putzen, aufräumen und Spenden sortieren und kann mich nur selten den Kindern ernsthaft widmen… Auf Fragen wird nur genervt reagiert und Ideen und Vorschläge werden mit fadenscheinigen Begründungen abgewehrt… Meine Motivation neigt sich deutlich dem Ende zu!!!

 

Ab und zu besuche ich jedoch eine größere Einrichtung, in etwa vergleichbar mit einem Kindergarten mit integrierter Krippe und Vorschule. Hier werden Kinder von den umliegenden Farmen und Townships betreut und unterrichtet. Und es wird doch tatsächlich nach einem pädagogischen Konzept gearbeitet- Montessori!!!

 

Wie ich das gespendete Geld hier einsetzen möchte weiß ich übrigens noch nicht! Im Heavens Nest gibt es alles was man sich denken kann im Überfluss- Spielzeuge, Anziehsachen, Nahrungsmittel bis etwa 2050…also falls hier mal ne Hungerkriese ausbricht liegt es daran das dieses Heim hier einfach alles hortet!!! Nur Fachwissen, was Kinder außer Essen, Kleidung und regelmäßigem waschen noch so brauchen, ist halt Mangelware… und scheinbar auch unerwünscht- hier möchte ich ungern Euer Geld einsetzen!

Manchmal kaufe ich davon Kleinigkeiten wie Obst oder andere Lebensmittel um mit den Kindern einen Fruchtjoghurt oder Kekse selber zu machen- aber dabei wird’s dann auch bleiben!

Aber ich bin ja auch noch ein halbes Jahr hier, mir wird schon noch ne sinnvolle Verwendungsmöglichkeit über den Weg laufen!!!

 

Was mache ich neben der Arbeit noch so?

Ich habe mich in einem Fitnesscenter angemeldet und vertreibe mir hier den Feierabend mit schwitzen und Zumba :)

 

Sonst fühle ich mich hier teilweise sehr eingeengt. Immer sind überall Gitter vor den Fenstern, riesige Mauern und Stacheldraht scheint es hier umsonst zu geben… sobald es dunkel wird (etwa gegen 7) kann man sich nicht mehr draußen aufhalten und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sollte man sich dann auch nicht mehr bewegen! Demnach sitze ich während der Woche, wenn ich nicht im Fitnessstudio bin, zuhause rum…

Am meisten vermisse ich es mich einfach spontan mit Freunden treffen zu können, gemeinsam auf den Sofa zu sitzen und zu quatschen. Aber ich kann mich ja schlecht mit nem Schild an den Supermarkt stellen: „I need friends!“

 

An den Wochenenden fahre ich meistens in die Stadt und treffe mich mit anderen Freiwilligen. Dann gehen wir aus und machen die Partywelt unsicher, liegen faul am Strand rum, besuchen Märkte oder besteigen Berge… vorletztes Wochenende war ich (mit Ballerinas weil ich mal wieder so unglaublich gut vorbereitet war) auf dem Lionshead!!! Ganz schön anstrengend und mal wieder richtig mit Klettern verbunden, aber der Ausblick entschädigt einfach für alle Strapazen!

Letztes Wochenende war ich auf einem der Sunset Concerts im Kirstenbosch Garden, ein Botanischer Garten am Fuße des Tafelberges, der eine unglaubliche Kulisse für die Konzerte bietet. Das Publikum sitzt auf mitgebrachten Decken und allerlei Picknickutensilien auf einer Wiese, und der Berg bietet den Background für die Bühne!!! Wenn die Sonne dann langsam untergeht strahlen die Felsen orange-gold…dazu ein Cidre (Hunters, gibt’s hier überall in Bierflaschengrüße und ist seeehr lecker), live Musik von Lira (eine Südafrikanische Sängerin mit Wahnsinns Stimme!!!) und einfach nur genießen!!! Nach dem Konzert sind wir dann noch mit dem Auto den Tafelberg soweit hochgefahren bis die Straße aufhört und haben das letzte bißchen Sonnuntergang bestaunt! Der Berg hinter einem, die Stadt mit den glänzenden Lichtern vor einem, dahinter das Meer, die Sterne gehen langsam auf, warme Sommerbriese… absoluter Wahnsinn!!!

 

Nächste Woche werde ich dann mal ein wenig herumreisen und endlich mehr von diesem Land sehen können! Wir haben uns zu viert ein Auto gemietet und werden die Gardenroute bis zum Addo Nationalpark erkunden…darauf freue ich mich riesig und ich bin total gespannt was mich dort so erwartet!!!

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Fr

14

Okt

2011

globales Dorf und ein paar Könige...

Es ist schon seltsam wenn einem so ganz langsam klar wird wie verdammt groß einige Firmen und Namen sind…

Das Mc Donalds und Coca Cola weltweit allgegenwärtig sind ist ja allen klar, und das Nestle auch so gut wie überall mitmischt hat sich ja auch rumgesprochen aber das auch Firmen wie Nivea, Colgate, Knorr oder auch Vodafone (die hier Vodacom heißen, aber das selbe Logo nutzen und auch die selbe Werbung fahren) und viele mehr, auch so global unterwegs sind war mir vorher nicht bewusst!!!

Anfangs hab ich mich ja gefreut, dass ich hier weiterhin bei „meinem“ Deo und Shampoo bleiben kann und dass ich im Supermarkt auf gewohnte und vertraute Strukturen stoße, aber was bedeutet das eigentlich?

Heißt das, das dieselben Leute die in Deutschland daran verdienen das ich mir mit Nivea das Gesicht eincreme auch daran verdienen das Menschen hier in Afrika hier dasselbe tun?   Und dafür müssen sie in der Werbung nur die weißen Modells gegen schwarze austauschen? Text, Musik – alles andere bleibt einfach gleich? Bei Knorr wird nur die Tüte getauscht und die Sprache geändert…

Mir war ja klar, dass einige wenige „Elitemenschen“ die Welt beherrschen aber irgendwie wird’s mir jetzt erst richtig bewusst. Und das perfide ist; das die Firmen sich hier noch nicht einmal große Mühe geben müssen! Was aus Übersee kommt, ist sowieso schon mal besser als alles was es hier so gibt… so scheint aufjedenfall die Meinung der Käufer (die besser verdienenden Käufer)zu sein.

 

Ich werde mich jetzt aber bei meinen nächsten Einkäufen doch mal auf heimische Marken konzentrieren und nicht der vertrauten Gewohnheit hingeben…

(muss ich eh! Die bekannten Markenprodukte sind hier noch um einiges teurer also schon in Deutschland, und mit meinen 100€ Taschengeld komm ich hier echt nicht weit…)

 

Ach ja hab ich schon erwähnt, dass es hier in einigen Supermärkten digitale Preisanzeigen gibt?

 

Ich war ja auf ein „anders“ eingestellt, aber das das „anders“ so ganz anders ist als gedacht verwirrt mich schon manchmal ein bisschen…

Vor allem weil es hier dann auch noch das andere „anders“ gibt- direkt nebenan…

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So

09

Okt

2011

Table Montain- Ich habe ihn bezwungen!!!

der Sieg über den Berg und den inneren Schweinehund!!! der Sieg über den Berg und den inneren Schweinehund!!!

Am Samstagmorgen um 7:00(!) starteten wir aus unserem Hostel auf der Longstreet mit dem Minibus (über den ich definitiv auch demnächst mal schreiben muss!) in Richtung Berg.

An der Firebrigarde wollten wir uns noch mit ein paar anderen treffen um dann mit 6 Mädels unseren Aufstieg zu beginnen. Anfangs war das auch noch sehr nett…ein hübscher Spaziergang durch den Wald, der immer mehr zum Dschungel wurde. Wir erreichten den botanischen Garten in Kirstenbosch und konnten ohne den normalerweise fälligen Eintritt die Natur genießen! Der Wald wurde immer dichter und der Weg immer steiniger. Hin und wieder mussten wir kleine Bäche überqueren aber als wir dann den ersten Wasserfall hochkletterten wusste ich warum unsere Route Skeleton Gorge heißt… wir kletterten über Felsen und teilweise ging es nur noch über Leitern weiter… später wich der Wald und wir stapften durch Büsche und lauter abgefahrene Blumen, attackiert von riesigen Insekten! Je höher wir kamen desto weniger Schatten war zu finden und die Sonne war mittlerweile auch gut auf Touren gekommen! Wir haben hier zwar grad erst Frühling aber das letzte Wochenende war mit seinen 28-31 Grad schon ganz schön heiß!!! (Also für meine Begriffe…) Schon zwischendurch hatten wir immer wieder atemberaubende Ausblicke auf Kappstadts Vororte (irgendwo dort musste auch Ottery liegen…) bis hin zu den Stränden Muizenberg und Fisherhoek und dann bis zum Horizont nur noch Ocean!

Zum Ende hin sah alles immer mehr nach Steppe oder Wüste aus und fühlte sich auch so an… nach 5 (!) Stunden erreichten wir endlich den ersehnten Gipfel! Den höchsten Punkt des Tafelberges! Wir waren zwar alle unglaublich fertig aber auch verdammt stolz auf uns! Ich hab zwar zwischendurch mehrmals geglaubt ich müsse jetzt leider an Ort und Stelle sterben, weil ich leider keinen Meter und erst recht keine Stufe mehr steigen könne aber irgendwie habe ich es ja dann doch geschafft… Ich! Wo ich doch sonst sogar Spazierengehen schon doof finde…

Von der angeblichen Energie die dort oben herrschen sollte (der Tafelberg ist eines der 12 Erd-Chakren) habe ich übrigens nichts gespürt. In erster Linie hab ich Schmerzen gespürt, überall! Und hunger! Aber definitiv keine Energie…

Nun mussten wir allerdings auf dem Plateau noch auf die komplett andere Seite! Erst hier gab es dann ein Restaurant (Toilette und Waschbecken!!!) und auch das Cable Car. Nach einer weitern stunde Marsch, teilweise verdammt nah am Abgrund (und ich meine Abgrund!) entlang erreichten wir dann die Touriecke. Je näher wir kamen umso mehr saubere und gut gelaute Menschen in niedlichen Sommerkleidchen mit Sandaletten und Handtaschen kahmen uns entgegen… aufeinmal kahmen wir uns ganz schön dreckig vor! Ja gut das waren wir auch und riechen konnte man uns wahrscheinlich auch schon von weitem… aber wir sind halt nicht mit der Seilbahn gekommen!!! Nach einer ausführlichen Bekanntschaft mit dem Waschbecken und jeder Menge Deo wagten wir uns dann unter die Touristen und genossen unseren Sieg! Auch von hier ist die Aussicht der Wahnsinn! Der Stadtkern von Cape Town, die Waterfront und Camps Bay…und wieder Ozean bis zum Umfallen!!! Außerdem lernten wir noch das der Tafelberg 6x älter als der Mount Everest ist und zu zum Weltkulturerbe erklärt wurde…

Für die Rückfahrt entschied ich mich für das Cable Car (eine sau teure Seilbahn bei der sich die Gondel dreht, sodass man sich leider nirgendwo festhalten kann) und war erschreckt wie schnell das gehen kann. Wir hatten uns den Berg innerhalb von 6 Stunden hart erkämpft und die anderen brauchen keine 10 Minuten? Das ist nicht fair…

 

Aufjedenfall bin ich nun verdammt stolz auf mich! Ich hab den Tafelberg gerockt! Aber sowas von!

 

Hier die Bilder...

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Di

04

Okt

2011

The south African Way…

Ich lerne mich anzupassen- nachdem ich jetzt also die letzten Wochen ständing höre: „Just relax!“, merke ich wie ich immer fauler werde! Aber nebenbei lern ich auch tatsächlich Englisch! Mir fehlen zwar einfach viele Worte und auch mit der Grammatik verhau ich mich gerne mal son bißchen- aber ich lerne schnell und mir wird immer wieder gesagt wie gut mein English doch wäre- „Schleimer“!!! Wirkliche Probleme hab ich nur im Volunteerhaus . Wenn die verschiedensten Akzente der Freiwilligen aus aller Welt aufeinandertreffen, wird’s dann doch zu viel für meine ungeübten Schulenglisch-Ohren…

So langsam habe ich mich auch in meine neue Arbeit eingefühlt. Ich arbeite nun im Heavens Nest, einem Kinderheim für 10 Kinder im Alter zwischen 1- 8 Jahren. Vier mal im Monat bin ich zusätzlich noch in der „Farmschool“. Hier werden alle Kinder von 0,5 bis zum Schulalter, der vielen Farmarbeiter betreut. Und zum allerersten mal sehe ich hier, dass tatsächlich nach einem pädagogischen Konzept gearbeitet wird! Bis her immer nur Fernseher zur Bildung oder strenge Langeweile und nun Montessouri!!! Ich bin begeistert!!!

Die Kinder und deren soziale Hintergründe, Probleme und Schwierigkeiten sind erschreckend- aber wenn ich ehrlich bin, erschreckend nah an denen die ich aus der Arbeit in Deutschland schon kenne! Dabei sollte man doch meinen das da Welten zwischen liegen…

Aber natürlich gibt es auch ganz gravierende Unterschiede! Vor allem in Bezug auf Wohnen, Sauberkeit und Hygiene… letzte Woche habe ich die Kinder auf ihrer Bustour nach Hause begleitet und somit gesehen wo sie leben… das war schockierender als ich dachte! Natürlich wusste ich vorher das hier andere Verhältnisse herrschen und ich hatte auch schon andere Townships gesehen aber hier jetzt diese kleinen niedlichen Kinder rauslassen? Oder einfach eins der Babys rausgeben?

Ich beginne einiges zu überdenken…

Aber Südafrika hat auch eine ganz andere Seite!

Die Innenstadt von Kappstadt pulsiert vor lauter Leben! Alles ist in Bewegung und so unglaublich multikulturell…alle Kulturen Afrikas in Kombination von Menschen aus allen Herrenländer und allen Finanziellen Schichten…

vom armen Backpacker bis zum Businessmacker mit Goldringen…

Und auch außerhalb von Kappstadt ist Südafrika einfach kein „Entwicklungsland“!

Südafrika hat mit dem typischen Bild von Afrika wirklich nichts zu tun!!!


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Di

20

Sep

2011

Mamre und der Wechsel

Die Landschaft, Flora und Fauna um Mamre herum sind unglaublich schön und jetzt im Frühling wird es hier von Tag zu Tag wärmer und dadurch auch immer bunter! Überall sprießen die abgefahrensten Blumen in den schönsten Farben…

Abgesehen davon sind in Mamre viele Probleme auf den ersten Blick sichtbar! Es gibt kaum junge Menschen hier, wer es sich leisten kann geht zum studieren in die Stadt und kommt auch nicht wieder… die übriggebliebenen sind Drogen- oder Alkoholabhängig und hängen den ganzen Tag in den Straßen ab.

Die Arbeit mit den Kindern in der Kita (die eigentlich nur eine Garage ist) macht Spaß, aber ab 12:30 Uhr hab ich frei …

und dann warte ich dass der Tag vorüber geht…

Andere Freiwillige gibt’s hier leider nicht und Internet auch nicht wirklich…oder aufjedenfall nur so langsam das ich in den 45 min. die die täglich habe meine Seite hier nicht mal öffnen kann…

 

All diese Punkte haben mich nun dazu bewogen Familie und Projekt zu wechseln.

 

Sonntag bin ich nun also in meiner neuen Familie in „Ottery“ - einer der vielen Stadtteile von Cape Town angekommen! Hier leben neben mir noch 4 weitere Freiwillige aus den verschiedensten Ländern, die Gasteltern und mein neuer Gastbruder (18).

 

LUXUS PUR!!! Es gibt mehrlagiges Klopapier, gefiltertes Wasser, unglaublich gutes Essen und jede Menge gute Gespräche und lautes Lachen!!!

Ja es macht Spaß hier und ich fühle mich sehr wohl!!!

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Sa

10

Sep

2011

Die südlichste Wurstbude der Welt

Hout Bay Hout Bay

Die ersten Tage waren unglaublich! Ich hab das Gefühl schon fast alle Hotspots der Kappregion gesehen zu haben…. Ich war in Hout Bay zum Robben gucken und weiß jetzt das ich schnell seekrank werde und das sich dort die südlichste Wurstbude der Welt befindet, ich hab die verschiedensten Capes und Points gesehen und weiß nicht mehr welches welches ist, Stellenbosch ist eine unglaublich coole Studentenstadt und Kayamandi das größte Township Südafrikas und alle dort grinsen einen an und wollen fotografiert werden… Ich hab bereits zwei wine&cheesetastings hinter mir und kenne das Nationalgetränk- „Sprinbockie“ (Minzschnaps mit Amarulalikör). Ich bin nun auch stolze Besitzerin eines südafrikanischen Handys mit entsprechender Sim-Card und hab dann auch gleich mal gelernt, dass es für mich immer noch teuer ist auf ein deutsches Handy anzurufen…

Seit Freitag (02.09) Abend bin ich nun in meiner Gastfamilie hier in Mamre und wurde schon allen Nachbarn vorgestellt. Noch fühl ich mich hier irgendwie ein bischen fehl am Platz…aber das wird sich wohl schnell ändern wenn ich mehr Leute kennen lerne. Nächste Woche startet hier das „Flower-Festival“ da hilft soweit ich verstanden habe das ganze Dorf mit, ich also auch und da werd ich dann auch schnell Kontakte knüpfen können.

Die ersten Eindrücke der südafrikanischen Pädagogik sind spannend und auf so ganz andere Art unterschiedlich zu der in Deutschland. Nichts mit selbstgebasteltem Spielzeug sondern Fernseher! In jedem Raum die ganze Zeit! Disney Junior Chanel für die Bildung, wie mir erklärt wurde… Spielen und die Welt dadurch entdecken ist hingegen nicht so angesagt. Viel spielt sich am Tisch ab und freie Spielzeiten gibt es nicht. Dafür aber feste Malaufgaben oder andere strickte Bastelaufträge…

Ende September sind dann auch schon wieder eine Woche Ferien, da wäre also nochmal die Möglichkeit mit den anderen Freiwilligen irgendwas zu starten… aber das wird sich dann schon zeigen…

 

Eindrücke der ersten Tage

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Do

01

Sep

2011

Ich bin da!!!

seit gestern morgen um 10 uhr bin ich nun in südafrika! abgefahren!

der flug war ganz schön anstrengend und einfach verdammt lang... seit wir hier sind ist fast jede minute verplant. gestern hatten wir erst eine kleine informationsveranstaltung und dann noch ne stadtrundführung! seit heute morgen machen wir eine 3-Tages "hotspots"- tour. cape point, robben gucken, cape of good hope... heute übernachten wir (7 freiwillige aus deutschland) in der studentenstadt stellenbush und morgen gehts dann weiter: wale gucken (wer mag kann mit haien im käfig tauchen- aber ich werd nen teufel tun) dann townshiptour und pinguine und und und...freitag abend lande ich dann erst in mamre bei meiner gastfamilie!

bis jetzt bin ich total überrascht! fast überall freies w-lan- netz und nix von wegen "gefahr" und nachts nicht raus gehen... völlig spannend hier aber bis jetzt auch sehr anstrengend

 

und jetzt ein paar stunden schlaf bevor das super touriprogramm morgen viel zu früh weitergeht!!!

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Fr

26

Aug

2011

Noch 3x schlafen...

Was für ein Chaos!!! Was für ein Chaos!!!

Meine Güte bin ich aufgeregt!!!

Jetzt gehts bald los und ich hab noch sooooo viel zu tun... die letzten Stunden habe ich damit verbracht hier meine Seite nochmal für euch aufzuhübschen und nebenbei bergeweise Wäsche zu waschen. Gleich mach ich mich ans packen- aber wo ich da anfangen soll weis ich auch nich so recht...

Morgen feier ich dann noch mit meinen liebsten den Abschied und Montag nacht gehts dann los...

 

Der nächste Eintrag erfolgt dann schon vom anderen Ende der Welt! Abgefahren!!!

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Fr

12

Aug

2011

Endlich!!! Das Visum ist da!!!

Heute morgen war endlich der ersehnte Umschlag in der Post! Mein Visum ist da und mir fällt ein riesen Stein vom Herzen! Jetzt kann es tatsächlich losgehen... alle Formalitäten sind erledigt und ich kann mich aufs Packen konzentrieren.

(auch nich so einfach- 9 Monate aber nur 20 kg!!!)

 

Die Spannung steigt...

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Mi

27

Jul

2011

Stand der Dinge...

Jetzt ist es nur noch knapp ein Monat und ich werde immer nervöser! Mein Visumsantrag wird bearbeitet, ich hab einen tollen neuen Backpacker- Rucksack und ein Netbook hab ich mir auch zugelegt.

Meine Spendensumme hab ich fast erreicht- und wenn sich nun auch der Hocker noch zu einer schönen Summe umformulieren lässt, kann ich auch vernünftige Spiel- und Bastelmaterialien für die Kindertagesstätte kaufen...

 

Heute hab ich nochmal einen Termin mit der Zeitung- Aufklärungsarbeit gehört ja zu meinen wichtigsten Aufgaben als Freiwillige...

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Sa

25

Jun

2011

Die Werbetrommel dreht auf Hochtouren

Die Plakate und Flyer für das Benefiz- Event "Nienburg tut gut" sind da und ich bin dabei sie zu verteilen. Ganz schön nervig- Plakate aufhängen ist schwieriger als man denken würde... Ansonsten war ich in der letzten Woche bei der Zeitung. Die Artikel müsseten dann auch die Tage erscheinen. Bei Facebook und co. mache ich ständig brav Werbung und die Veranstaltung ist auch eingerichtet.

Außerdem habe einen T-Shirt-Shop eröffnet bei dem man nun Shirts in den verschiedensten Designs mit dem Slogan "Nienburg tut gut" kaufen kann.

 

Steht hinter Eurer Stadt

und tragt den Slogan stolz auf der Brust!!!


 

Für Freitag steht soweit auch alles. Jetzt muss nur noch der Aufbau reibungslos funktionieren und die Helfer alle motiviert vorbeikommen und anpacken!

Ich bin gespannt und freue mich tierisch auf den 01.07.!!!

Mal sehen was bei rüber kommt... und hoffen wir mal das für die Kinder in Südafrika mehr bei rumkommt als nur n Paket Buntstifte...

 


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Do

09

Jun

2011

Es wird ernst...

Heute habe ich mein Flugticket erhalten... am 29.8.2011 fliege ich von Frankfurt über Abu Dhabi nach Kappstadt!!!

 

Jetzt muss ich mich noch um den Visum-Antrag kümmern. Ganz schön viel Bürokratie...vom polizeilichen Führungszeugnis, über Arzt- und Röntgenbericht, Versicherungsbestätigung, bis hin zu einem ewig langen Dokument zum Ausfüllen... die letzte Steuererklärung war einfacher!!!

 

Ich freu mich total und jetzt werde ich auch langsam nervös.

 

AUFREGEND!!!

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Di

03

Mai

2011

Benefiz- Event am 01.07.2011/ im Kulturwerk

Unter dem Motto “Nienburg tut gut” werden vielfältige Nienburger Talente aus Kunst, Musik, Tanz etc. ein interessantes und abwechslungsreiches Programm auf die Beine stellen.

 

Von verschiedenen Kindertanzgruppen, über eine Modenschau der Designerin Elena Eckhardt, Hip Hop in Form von Rap und Tanz von „Rap connects“, „Just Move“ und weiteren, bis hin zu einem Akustikkonzert des Newcomers „Allein“ (Alternative-Rock) und einem Auftritt von Frank Wesemann & Band“ mit ihrem deutschen Singer-Songwriter-Pop/Rock und anschließender Aftershowparty von „Weserton“ und „T.S.H„ die mit einer gekonnten Mischung aus Funk & Soul und Elektro den Abend abrunden werden.

 

Neben den vielfältigen Darbietungen im Veranstaltungsraum, werden im Bistro verschiedene Künstler ihre Werke ausstellen.

Die Akteure des Abends und noch viele weitere engagierte, motivierte Nienburger spenden ihr Talent nicht nur dem Ziel, zu beweisen das Nienburg vor Kreativität und Engagement strotzt, sondern auch dem guten Zweck.

Sämtliche Einnahmen des Abends kommen der  Kindertagesstätte in Südafrika (Mamre) zugute.

 

Beginn : 17:00 Uhr                                  Eintritt: ???


Ich freu mich so das hier jetzt endlich verkünden zu dürfen!!! Zur zeit bin ich immer noch in der heißenm Finanzierungsphase- aber ich geh davon aus das das laufen wird!


Als nächstes kommt dann die Arbeit an den Flyern und Plakaten...

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Fr

18

Mär

2011

Der Zeitungsartikel

Artikel in "Die Harke" Artikel in "Die Harke"

Gestern war nun also auch der Artikel über mein Vorhaben in der Zeitung!

Jetzt müssen sich nur noch genug Menschen davon angesprochen fühlen...

Der Teil über mein geplantes Benefiz- Event kam vielleicht etwas zu kurz also muss ich mir da nochmal Gedanken über mögliche Werbestrategien überlegen.

 

Noch eine Neuigkeit: Ich habe meine ersten Spenden erhalten!!!

Es kommt also langsam in Schwung...

 

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Di

15

Mär

2011

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren!

Meine Flyer sind vielfältig verteilt, ich hab mich brav bei facebook angemeldet um noch mehr Menschen erreichen zu können und letzte Woche hatte ich einen Termin bei der Zeitung...

 

Jetzt warte ich gespannt auf den Artikel - und auf die ersten Spenden (noch ist das Spendenkonto im Minus...)

 

 

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Di

01

Mär

2011

Los gehts!!!

Meine Flyer sind endlich da!!!

 

Ich liege soweit ganz gut in der Zeit mit meinen Vorbereitungen.

Das neue Konto ist eingerichtet, Versicherung sind geklärt und Impfungen sind erledingt.

Die Flyer sind designt, bestellt und geliefert- die ersten sogar schon verteilt!

 

In den nächsten Tage werde ich nun Kontakt mit der Zeitung

"Die Harke" aufnehmen und weitere  Flyer verteilen um  Interessenten zu finden.

 

Ich hab auch schon eine genauere Idee was ich tun kann um möglichst viele Interessenten und Förderer zu erreichen...

Mal sehn ob das alles so klappt wie ich mir das vorstelle- ich bin gespannt!!!

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